Wir haben wunderbar geschlafen, im Hotel Crown in Melo. Wir sind hier voellig zufaellig gelandet, nachdem wir uns schweren Herzens vom Strandhaeuschen getrennt hatten. Aber wie gluecklich sind wir jetzt ueber all den „Luxus“. Eine Stadt, Strassenbeleuchtungen, Geldautomaten, die funktionieren, bequeme Matratzen, Licht, sobald man auf einen Knopf drueckt, fliessendes warmes Wasser, eine Toilette mit Spuelkasten! Im Strohhaeuschen hatten wir jeden Wassertropfen selbst aus dem Brunnen geholt und ins Haus getragen und bei Kerzenlicht gekocht, gelesen usw.
Die Reise nach Melo (ein Zwischenstopp auf unserer nun endlich begonnenen Reise gen Chile) fuehrte uns durch weite Ebenen mit Landwirtschaft, Rinderherden, Pferde, Schafe, Felder, kaum Menschen.
Melo, die erste Satdt nach 350 km, war schon im Dunkeln, als wir ankamen, denn hier ist nun schon Winterzeit. Am Sonntag haben wir die Uhren zurueckgestellt.
Ein netter Mann an der ersten Tankstelle sagte uns, wo Hotels zu finden sind und der erste Versuch war ein Volltreffer.
ja, ja, wir wissen hier in made in switzerland gar nicht, wie gut es uns materiell geht. Der kleinste Unterbruch der gewohnten Schlaraffenlandsammlung entlockt uns sofort irgendwelche, wenn vielleicht auch harmlose, Schimpfworte. Ein Stromunterbruch von 4 Stunden einmal in 10 Jahren wird zum nicht mehr aus dem Gedächtnis zu löschenden Fakt. Kein fliessend Wasser, Strom, Wärme kennt man nur vom Militärmodul „Überlebensübung“ im Wald und davon erzählt man dann noch Jahrzehntelang an jedem Stammtisch.
Danke euch für die kurzweiligen Berichte. Ich freue mich jedesmal, wenn es neues zu lesen gibt.
Wir gönnen euch den bescheidenen Luxus!!!