Seit unser Auto wieder in Betrieb genommen werden konnte, verbrachten wir die meiste Zeit bei unserem „Zeltplatz“ am Rio Loa. Das Meer ist in dieser Jahreszeit unwahrscheinlich friedlich, der Pazifik traegt seinen Namen anscheinend zurecht. Bei Ebbe konnten wir in den geschuetzten Buchten zwischen den Felsen schnorcheln – ich haette nie gedacht, dass wir die Ausruestungen, die ich kurz vor Abreise zufaellig ganz guenstig erstanden hatte, schon hier gebrauchen keonnten.

Wir waren nie ganz allen – ganze Familien (weil Ferien waren, sonst leben hier nur die Maenner, damit die Kinder in die Schule gehen koennen, in Iquique, 150km weiter weg…) aus dem Dorf Chipana waren damit beschaeftigt, Tang aus dem Wasser zu fischen und am Strand zu trocknen. Nach mehrmaligem Wenden, nach ca. 3 Tagen, holten sie die getrocknenten Wasserpflanzen in Pakete geschnuert, um sie an Haendler zu verkaufen, die sie nach Asien verschiffen. Gut fuer die hiesigen Fischbestaende! Sie werden kaum mehr gefangen, Tang zu fischen ist lukrativer!

Nun sind wir noch bis morgen im Radisson in Iquique und fahren dann ueber Arica nach Peru, in die Stadt Tacna. In erster Linie wegen den Autopapieren, die muessen eine Ausfahrt aus Chile aufweisen bis am 10. 3. Mal sehen, vielleicht ist dies der Anfang der Weiterreise…