Iquique im Mai – eigentlich wie San Francisco im November. Am Tag angenehm warm, am Abend kuehl und frisch. In beiden Staedten sorgt der Pazifik fuer das angenehm feuchte und kuehle Klima.

Iquique ist vom Erdbeben am 1. April arg getroffen worden. Einige wenige Haeuser fehlen ganz (eingestuerzt oder abgebrannt) und viele Gebaeude haben Schaeden, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Risse in Mauern, Risse in Strassen… Eine recht grosse Anzahl Haeuser musste als unbewohnbar erklaert werden. Schaut man etwas genauer in Hinterhoefe und Garagen, sieht man ab und zu eine eingestuerzte Mauer, auch mit eingeklemmtem Fahrzeug.

Oberhalb der Stadtgrenze, gegen die Berge zu, leben viele Menschen noch in Zelten, ebenso auf einem Fussballfeld. Einige obdachlos gewordene Menschen sind schon umgezogen in Holzhuetten, die hier als Notunterkuenfte gebaut werden. Jede Huette ist nicht groesser als ein durchschnittliches Zimmer, davor jeweils ein WC – Haeuschen aus Plastik. Markierungen am Boden zeigen, dass noch viele solcher Huetten aufgestellt werden.

Einige Geschaefte sind noch geschlossen – trotzdem –  die Normalitaet hat eindeutig wieder Einzug gehalten.

Viele Menschen in Iquique haben eine Art Galgenhumor entwickelt. Dass die letzten Wochen schrecklich waren, da sind sie sich einig. Die Schaeden des Erdbebens sind eben nicht nur zu sehen, sondern vorallem zu fuehlen.

Fortsetzung folgt