Die Zeit hier in Sandpoint ist ausgefuellt mit vielen kleinen Abenteuern. Wir wohnen ja in einem wunderschoenen Haus in dieser unglaublich lieblichen Kleinstadt – und trotzdem erleben wir viel. Es begann mit dem Ausflug an den Priest Lake – wir stellten uns vor, hier seien Zeltplaetze irgendwie baerensicher. Aber keineswegs! Ausser den Hinweisen, dass man hier im Grizzlyland sei und dem Wissen, dass es hier sowieso Braunbaeren und Schwarzbaeren hat und einigen Verhaltensmassnahmen und baerensicheren Vorratsschraenken und Abfalleimern – gab es keine Vorkehrungen. Unsere einheimische Begleiterin war so unerschrocken und sicher in ihren Handlungen (keinerlei Essen, Essensreste und Abfaelle draussen lassen und auf Spaziergaengen im Wald laut sprechen um Baeren nicht zu ueberraschen), dass wir nicht wagten, feige wieder nach Sandpoint zu fahren. Und so machten wir ein riesiges Feuer an und blieben moeglichst lange wach um viel Feuergeruch zu erzeugen, in der Hoffnung, wilde Tiere haetten das nicht gerne und wuerden uns in Ruhe lassen. Wir schliefen dann tatsaechlich ungestoert die ganze Nacht wunderbar.
Weiter ging es mit Is Fahrrad – es wurde vor der Bibliothek gestohlen. Sofort rief die Bibliothekarin die Polizei und der nette Sergeant nahm sich viel Zeit fuer uns. Und siehe da – er fand das Velo! Er bringt es uns morgen persoenlich vorbei!
Dann das Fischen. Hier ist ja Fischen das belibteste Hobby. I schaute immer sehnsuechtig nach all den Angeln, die von Klein und Gross ins Wasser gehalten werden. Da liessen wir uns erweichen und er bekam eine tolle Angelrute, zusammenlegbar, dass sie mit uns mitkommen kann. Am See angekommen war uns unsere Hilflosigkeit deutlich ins Gesicht geschrieben und geuebte Fischer halfen uns, mit den besten Haken, den besten Regenwuermern, der besten Stelle. Unwahrscheinlich freundlich! Und diehe da, nach zwei kleinen Fischchen, die wir wieder gehen liessen, kam das Prachtexemplar! I musste immer die Angel selber halten, denn Erwachsene brauchen hier eine Bewilligung – da bog sich die Angel und B musste fest zupacken, die Angel drohte ins Wasser zu fallen. Ein etwa 40 cm langer, dicker Fisch kam an der Schnur in die Hoehe. Alle Leute auf dem Steg liefen zusammen. Zum Glueck half man uns. Wir waeren vollkommen aufgeschmissen gewesen! I als der Held des Morgens wurde gefragt, ob er den Fisch behalten wolle! Er sagte eisern: „JA!“ Auch unsere Drohung, er muesse davon essen – nuetzte nichts. Und hier ist alles Ehrensache – so legte der geuebte Fischer unser Prachtexemplar auf Eis und wir fuhren mit allerlei Tips zur Zubereitung nach Hause. Und schafften es tatsaechlich, den Fisch auszunehmen und zu braten. Er schmeckte ausgezeichnet und I ass davon!
LG
Hinterlasse einen Kommentar