16. April

682 km Landstrasse standen vor uns. Als erstes fuhren wir mit dem Auto zum Park in der Nähe des Hotels und hängten unsere nassen und lehmigen Kleider in die Sonne zum Trocken. Wir erregten extremes Aufsehen. So was tut man nicht! Wir wurden sogar angesprochen, ob wir ein Ritual machen würden um schlechte Geister zu vertreiben…

Als das meiste trocken war, Proviant gekauft und argentinisches Geld geholt (Wechselkurs dank der Inflation nun bei 42 Pesos pro CH Franken) ging es wieder los. Zuerst unter dem breiten Fluss Rio Parana hindurch, ein Tunnel, der einem Schweizer Tunnel nicht in vielem nachsteht. Er führt aus der Provinz „Entre Rios“ in die Provinz „Santa Fe“. Mit 120km pro Stunde ging es zuerst durch Sümpfe und dann durch endlose Ebenen argentinischer Pampa. Immer nord – westwärts. Die Sonne im Gesicht. Hier zieht die Sonne ja am nördlichen Himmel von Ost nach West. Beim Eindämmern gelangen wir auf die N34 und fahren durch Savannenlandschaft. Die Strasse ist zweispurig, recht eng und oft recht kaputt. Sterne, Mond, alle 50 bis 100km mal ein Dorf. Um 21h müssen wir einsehen, dass wir unser Tagesziel „Termas del Rio Honda“ nicht erreichen werden. An einer Tankstelle suchen wir auf dem Handy ein Hotel in der Stadt „Santiago del Estero“ und buchen. Um 0h 30 kommen wir im Hotel an. Santiago del Estero ist keine wohlhabende Stadt, wir sind wohl in einem der besten Hotels und der Schick ist sehr heruntergekommen. Der Herr an der Reception ist aber sehr freundlich und wir bekommen ein ganz ruhiges Zimmer, dessen Fenster in einen Lüftungsschacht zeigen. Mehr braucht man ja nicht nach einer langen Autofahrt.

B und K