Es stuermt seit 2 Tagen ununterbrochen. Der eiskalte Wind treibt Schmeemassen vor sich her und tuermt sie zu teils meterhohen Gebilden auf. Die Strassen sind spiegelglatt und wegen den Schneeanhauefungen kaum passierbar. Wir bleiben in unsrem kleinen Haeuschen, denn jeder noch so kleine Schritt nach draussen erfordert spezielle Kleidung, inkl. Skibrille.
Heute ist ausserdem ein sehr trauriger Tag fuer die Lakotas. V0r 129 Jahren wurden nicht weit von hier 300 unbewaffnete Lakotas, der Rest der noch uebrigblieb, von der US Kavalerie umgebracht. Die Stimmung ist gedaempft, Trauer liegt in der Luft. Auch wir senken unser Haupt und gedenken der Toten. Nichts ist aufgearbeitet, weder von der einen, noch der anderen Seite.
Heute ist auch unser letzter Tag hier in der Schule. Der Sturm soll morgen aufhoeren und wir haben unsere neueste Mietkarrosse startklar gemacht. Sie soll uns ab morgen Mittag westwaerts bringen, immer weiter, ueber die Rocky Mountains, zurueck nach Nevada, wo unser F 250 Truck aus der Werkstatt, in der er fast 6 Wochen verbrachte, gesund entlassen wurde. Wir wollen ihn holen und dann in sein neues Daheim bringen, in das wir neachsten Sommer vielleicht auch gerne wieder zurueckkehren.
Nach Tonopah sind es 1000 Meilen einfach, 2000 retour. Neujahr feiern wir unterwegs, vermutlich in der Hauptstadt des Mormonenstaates …
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