Überall erleben wir das Gleiche: Die Kälte kommt und wir schaffen es noch knapp, in wärmere Gebiete zu fliehen. In Dänemark, auf der Insel Endelave, war das schon Ende August der Fall, abends sassen wir mit Windjacke und Mütze bei Kerzenlicht vor unserem Ford Transit, Schlafsack und warme Decke waren nötig, um nachts nicht zu frieren.

Auf Korsika endete unser Aufenthalt mit Gewittern und Stürmen, Mitte Oktober. Nur noch einzelne Campingplätze waren geöffnet, unser nicht mehr ganz wasserdichte Bus half uns nur noch knapp über die Runden.

Ende Oktober erfreute uns ein erstaunlich schöner Herbst am Cap Ferret an der französischen Atlantikküste. Tagsüber strahlte die Sonne und Wanderungen am riesigen Sandstrand waren ein Genuss. Nachts war es aber so kalt, dass einmal sogar das draussen stehengelassene Zahnputzwasser am Morgen gefroren war. Ein guter Wetterbericht rettete uns vor extrem starken Regenfällen, die Ende Oktober über ganz Frankreich herzogen, wir schafften es nach Bordeaux ins Hotel, direkt an der Garonne. Und so zogen wir mit dem Regen über Barcelona und Valencia, von Hotel zu Hotel, bis ans Cabo de Gata, Südostecke Spaniens. Regen gibt es hier eher selten, wir sind hier in einer vulkanischen Wüstenlanddschaft.

Am Cabo de Gata, in einem Nationalpark, lässt es sich wieder im Transit leben, auch ein Zelt haben wir aufgebaut. Die Tage sind warm und sonnig, nachts wird es um die 13 Grad kalt… Auf dem Campingplatz „La Caleta“ sind wir dennoch die zähsten Gäste. Wer hier sonst noch ist, hat sich für den Winter eingerichtet. Deutsche, Schweizer, alle mit super Wohnmobil oder Wohnwagen, beheizt natürlich. Ab 18h, nach Sonnenuntergang, verschwinden alle in ihre Wagen und kochen, sehen fern… Nur wir verharren in Winterjacke und Mütze an unserem Holztisch und kochen draussen mit zwei Campingkochern.

Am Donnerstag die letzte Flucht. Auf die Insel Lanzarote.

K.