Jetzt kommt was wirklich Neues. Keiner von uns war auch nur in der Nähe vom fernen Polynesien. Mitten im Pazifik gelegen, mehrere Tausend Kilometer Wasser in jede Richtung.
Und nun sitze ich schon bequem an einem Notausgang am Fenster und schaue auf den Pazifik hinunter. Gemächlich ziehen die Wolken unter mir vorbei.
Ab jetzt wird alles auf Französisch sein…
Plötzlich ist da eine Insel, plötzlich sind da Lichter.Wir landen mitten im Pazifik. Es ist bereits dunkel. Ortszeit 20h 30.
Als wir aus dem Flugzeug aussteigen, in Tahiti, gibt es keine Gangways, nur Treppen, habe ich das Gefühl, als hätte jemand die Heizung viel zu sehr aufgedreht, als glühe die Treppe. Sofort ziehe ich die Jacke aus. Heisse, feuchte Luft umfängt uns, Polynesien mit „Gilet Jaune“ , aber Blüten in den Haaren stehen zur Begrüssung um die Boeing 787 Dreamliner. Im Flughafengebäude werden live tahitianische Klänge gespielt. Und dazu das typisch Französische, la police, la douane, alles genau wie en France. Chien de drogue inclu. Wir als Europäer können an der langen Schlange der ankommenden Amis vorbeigehen – nicht einmal einen Stempel bekommen wir.
Kurz darauf stehen wir schwer beladen mit all unserem Gepäck vor dem Flughafengebäude. Nur, wohin nun? Wir haben uns über Air B and B ein kleines Häuschen in Flughafennähe für zwei Nächte gebucht. Google Mäps geht schon nicht mehr, schmolz dahin in der Hitze der Tropennacht. Und damit unsre Hoffnung, uns in der schwülen Hitze zurechtzufinden. Jeder Schritt erzeugt gefühlte 10 Liter Schweiss, in welchem Fegefeuer sind wir denn hier gelandet? Wir schleppen uns und die 3x24kg Gepäck eine Treppe zur Hauptstrasse hoch und dieser entlang……..
Etwa 20 Minuten später, wir haben viele Leute gefragt, die uns dann halfen, sind wir in einem blühenden Garten, ganz nah an der Landebahn.
Ein netter Gastgeber, Milton, erklärt alles auf Französisch. Zum Glück hat es im Bungalow zwei Ventilatoren. Wir sind todmüde, für uns ist lange nach Mitternacht. Zum Schlafen braucht man keine Decken, die Ventilatoren singen uns in den Schlaf.
Hey cool, wir sind voll in den Tropen. CH – Zeit minus 11 Stunden. 14. Januar, Papeete, 33 Grad Celsius.
B
Hey da
Grüsse von Caroline Nyffenegger