Nun sehen wir deutlich, dass für uns nicht alles schlecht war in der Zeit des „Confinement“, der Ausgagngssperre. Die Ruhe ist nun dahin. Am Strand der Lagune erschallt aus lauter Boxen Musik, einer versucht den anderen zu übertönen. Schon mittags betrunken sind einige auch. Denn zur Arbeit können ja nur wenige. Alle Luxushotels sind geschlossen, sie sind sonst Arbeitgeber für Reinigungskräfte, Gärtner, Chauffeure, Servicepersonal und Hotelfachkräfte. Alle diese bekommen vom Staat eine Entschädigung, mit der können sie hier gut leben in den einfachen Verhältnissen, die sowieso vorherrschen. Sie haben kaum Verlust, denn ihr Lohn entsprach in etwa dem, was sie vom Staat nun erhalten. Richtig trifft der Verlust die Reichen, die Besitzer der Anlagen, die ohnehin zu Hotelketten gehören wie Sofitel oder Hilton. Also herrscht hier jetzt ausgelassene Ferienstimmung. Der Gesundheitsminister ist sichtlich enttäuscht und droht damit, alle Massnahmen wieder in Kraft zu setzen, sollte auch nur ein neuer Coronafall auftreten…

Wir nutzen die Freiheit (man kann jetzt auch wieder nach Tahiti und zurück, mit der Fähre oder dem Privatflugi) um morgen nach Tahiti überzusetzen. Wir mieten ein Auto, gehen auswärts essen, gehen zum Coiffeur und kaufen gut ein. Dann nehmen wir abends zurück die Fähre nach Moorea und können eine Woche lang, so lange mieten wir das Auto, auch endlich die Insel erkunden.

Schön ist auch wirklich, dass man ohne Passierschein, völlig aus eigener Motivation, frei herumgehen kann. Schön ist auch, dass man sich in ein Cafe setzen könnte oder in eine Pizzeria… Schön ist auch, dass man legal schnorcheln kann, wo man will.

LG, K.