Vieles deutet darauf hin, dass der Sommer hier bald vorbei ist. Aber wie bei uns (Maerz ist wie September) kann es auch hier noch schoene, warme Tage geben. Die Schule hat letzte Woche hier ueberall wieder begonnen (nach 10 Wochen) und fast alle Menschen gehen ihrem Alltag nach. Wir sind hier bald die einzigen, die keiner Erwebsarbeit oder Schule nachgehen…Dashalb ist alles anders geworden. Die Horden von Touristen hier in Valizas sind verschwunden, bis auf einen Laden, eine Baeckerei und ein Cafe ist alles geschlossen, zugenagelt, bis im November hier wieder die naechste Sommersaison beginnt. Internet gibt es im Dorf nicht mehr, der Besitzer hat alle Computer mit einem Lieferwagen abtransportiert. Er kommt fruehstens im November wieder. Wir sind nun noch einsamer im Strandhaeuschen, das uns erstaunlich gut vor Wind und Regen schuetzt! Die ganze letzte Nacht tobte ein Sturm, das Haeuschen schwankte auf seinen Stelzen, aber es liess sich gut schlafen. Heute morgen schwankte das Haeuschen immer noch, doch ploetzlich stellten sie den Wind ab und stellten stattdessen ein warmes Lueftchen aus Brasilien an, das bald von einem heftigen Gewitter im Hinterland abgeloest wurde. Unser Haeuschen blieb verschont. Nun, der Strand blieb heute morgen gaehnend leer, ausser vielleicht den wenigen Hunden, die auf der Suche nach was Essbarem umherstraeunten. Die Sonne schien die ganze Zeit ueber dem Meer heute morgen, was einen speziellen “ wir sind am Ende aller Tage angelangt“ Eindruck erzeugte. Das Ende der Tage trat natuerlich nicht ein, aber ein wenig wie am Ende der Welt fuehlen wir uns schon…
Wir sind von diesem Ende der Welt nun an ein noch endigeres Ende der Welt gefahren. Das Nest nennt sich Castillos und ist an Oede und Langweile kaum zu ueberbieten. Aber es hat fliessende Dinge, die bei uns im Haeuschen und ja nun auch im Dorf fehlen, wie Strom, Wasser, Internet und frischen Cafe, der gleich neben mir dampft.
Herzliche Gruesse, Basil und Kirsten.
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