Seit zwei Tagen in Tocopilla, am Pazifik. Ist ein Reisebericht wert!

Dieser Reisebericht koennte so beginnen: Mitten im Nirgendwo, zwischen hohen, kahlen, gelblichen Bergen und dem unendlich weiten Pazifik, liegt Tocopilla, genannt die Stadt der Energie. Sie zeichnet sich aus durch – eben eine riesige Energieproduktionsanlage, ein Thermokraftwerk, betrieben mit Kohle und Diesel. Ein grosses Schiff Kohle reicht fuer 10 Tage Energie, fuer den ganzen Norden Chiles, wo es nicht viel hat ausser Wueste. Ausser, einer grossen Kupfermiene, etwa 100 km landeinwaerts. Eben forthin fuehren die Stromleitungen.

Tocopilla ist wegen dieser doch recht dominanten Dreckschleuder immer ein wenig von feinem schwarzen Kohlestaub ueberzogen. Also Vorsicht beim Absitzen…

Das andere Produktionsgut  der Stadt ist weiss. Es kommt mit einem kleinen haerzigen Elektozuegli hinabtransportiert von den hohen gelben Bergen. Und wird im Hafen, gleich neben der schwarzen Kohle umgefuellt in Saecke und in die ganze Welt transportiert. Als Duenger. Kaliumnitrat. Salpeter. Wird hier abgebaut, frueher durch Sklaven, liessen wir uns sagen, heute durch Bergleute…

Tocopilla zeichnet sich wie manche Bergbaustadt aus durch ein etwas rauhes Klima. Die Leute sind nicht unfreundlich, nur etwas rauh im Umgang.

Wir haben es trotzdem in dieser Stadt am Pazifik ausgehalten. Und es hat uns sogar gefallen.

Huete fahren wir weiter dem Pazifik entlang, Richtung Norden. Irgendwann hoffen wir im etwa 250 km entfernten Iquique anzukommen. Bis da gibt es unseres Wissens, kein Dorf, und auch keinen Baum. Nur links der Strasse, das unendliche Blau des Pazifik. Und rechts das fast bedrohlich wirkende Gelbbraun der etwa 2000m hohen steilen Berge…..

Ach ja, wir sind nicht mehr ueber Haendy erreichbar fuer ne Weile. Aber keine Sorge, wir tauchen wieder auf. Wir haben die Stadt der Energie ueberstanden. Sogar gut ausgeschlafen. Und spaetestens am naechsten Samstag wollen wir zurueck sein in touristischeren Gefilden, puenktlich zu des Schreibenden 47ten.

Bis dann

Basil