Wir sind zurueck in Argentinien, das fuer uns sogar ein kleines Willkommenspraesent bereithielt. Aber der Reihe nach. Nach Melo waren wir drei Tage in Vijadero, davon hoffentlich spaeter. Nach einigen Tagen Ruhepause an einem Ort, der sich Valle Eden nennt, der Name ist nicht ganz zu unrecht, es ist himmlisch dort, haben wir gestern ein sehr grosses Stueck Autoweg begonnen, es fuehrt von Tecuarembo in Uruguay ueber Paysandu (das ist die Grenzstadt zu Argentinien) und kleinen Kaeffern weiter westwaerts nach Parana.

Bis zur Grenze ging alles gut. Sogar die Passage uebr die Grenzbruecke hat uns ausser einer langen Wartezeit kaum Nerven gekostet. Interessanter wurde es in Colon/Argentinien. Da gibt es eine schoene Autobahn auf der „Mann“ dem Rio Uruguay entlangbolzen kann. Der erste Mann, der kleine, sass vorne, der zweite Mann, der grosse, lag hinten. Bis – Mann oh mann, da ploetzlich wir rausgewunken wurden von einer hellen Uniform, die da nicht freundlich laechelte, wie wir das von Uruguay her kennen, sondern uns zur Kasse bat. Der vordere Mann kostete 400 Pesos (50 Stutz), da er da nicht sitzen durfte, der hintere nochmals 350 Pesos, da er nicht angegurtet auf dem Sofa schnarchte. Auch das hinten am Velotraeger befestigte Velo durfte da nicht sein. Auf die Frage, wohin wir das Fahrrad denn tun sollen, wurde uns freundlich erklaert, in Argenitien befestigen sich die Bikes oben auf dem Dach, vielleicht weil sie dann besser fliegen? Die Antwort blieben sie uns schuldig. Alles Insisteren und angebotetenes Coima half nichts. Das „Auge des Gesetzes“ blieb hart.

Eigentlich wirklich hart wurde die Fahrt aber erst, als es auf der dunklen Landstrasse zu regenen begann, in Stroemen, aus Sturzbaechen. Keine Strassenrandbegrenzung und entgegenkommende 40 Toenner, mit aufgeschalteten Scheinwerfern machten uns das Leben schwer, zum Glueck nicht zu schwer. Aber nach 4 Stunden hatten wir genug und zum Gleuck unser Fahrziel, Parana, erreicht.

Muede vom Langen Ritt, stiegen wir ab, im besten Haus des Ortes, welchse gleich an der Plaza mayor liegt. Ein wenig Komfort war schon noetig, schliesslich war es auch schon nach Mitternacht. Der kleine Mann schlief herrlcih seit 22 Uhr, auf dem Ruecksitz. Und so bezogen wir ein frisch renoviertes Viersterndreibettzimmer, alles king size, fuer Kenner der Szene, und liessen uns um 1 Uhr frueh in frische Laken fallen…

Nun bis Parana haben wir es geschafft und heute geht es weiter ueber hoffentlich 700 Strassenkilometer bis nach Thermas de Rio Hondo nahe Tucuman. Vielleicht hilft uns das warme Thermenwasser heute Abend ueber den schmerzenden Ruecken hinweg. Fuer allfaellige Polizeikontrollen haben wir Ilmarin auf den Ruecksitz verfrachtet. Wenn das nicht hilft, dann hilft nur noch beten oder Coima (Schmiergeld).

BASIL