Einen ganzen Monat waren wir nun in der Schweiz. Wir konnten viel erledigen und fühlten uns ganz wohl in der Heimat, schöne Momente mit Freunden waren es am meisten, die uns eigentlich dann traurig stimmten als es wieder los ging. Schon wieder all dies hinter uns lassen?

Am Donnerstag, den 27. 2. ging der TGV um 16h 30 ab Basel nach Paris. Eine Nacht im Hotel und dann abends um 17h 50 der Abflug mit French Bee nach Papeete/Tahiti (Französisch Polynesien) mit Zwischenhalt in San Francisco. Zweimal 11 Stunden fliegen, zwei Stunden Pause dazwischen in San Francisco. Wir konnten problemlos einsteigen, der Flug war angenehm, das Unterhaltungsprogramm ansprechend. Zwei Filme pro Flug habe ich angeschaut. Die Angst vor dem Corona Virus schien nicht gross zu sein, nur vereinzelt trugen Fahrgäste Atemschutzmasken und desinfizierten ihren Platz regelmässig.

In San Francisco mussten alle aussteigen und einreisen in die USA. Danach wieder ausreisen und durch die Sicherheitskontrolle. Dieses Prozedere wurde so gründlich und mit so wenig Personal abgewickelt, dass aus den zwei Stunden vier wurden bis alle Fluggäste wieder an Bord waren. Nun bekamen wir Formulare zur Einreise in Französisch Polynesien, unter anderem eines zum Schutz vor der Ausbreitung des besagten Virus. Wir mussten den Aufenthaltsort, Telefonnummern und E – Mailadressen eintragen, mit dem Hinweis, dass wir damit rechnen müssten, evt. in Quarantäne zu müssen, würde einer der Fluggäste in unserer Sitznähe erkranken. Dann würden wir umgehend informiert…

Zwanzig Minuten vor der Landung wackelte unser Flugzeug bereits durch eine nicht enden wollende Wolkendecke. Regen peitschte an die Scheiben. Erst kurz vor dem Aufsetzen auf der Landebahn konnte man grau in grau Land erkennen. Wir stiegen die Treppe hinunter und bekamen alle einen Regenschirm gereicht um trocken ins Flughafengebäude gehen zu können. Wieder erklang traditionelle Musik, zwei Männer spielten Gitarre und sangen zweistimmig während eine Frau dazu tanzte in der traditionell farbigen, luftigen Kleidung. So veging das Schlangestehen vor dem Fiebermessen wie im Flug. Bei uns allen wurde ein Fiebermesser an die Schläfe gehalten, ich glaube niemand hatte Fieber. Also sicher noch keine Quarantäne für uns…

Der Regen war sintflutartig und sollte zwei Tage lang nicht aufhören. Die Überfahrt auf die kleine Nachbarinsel Moorea war extrem ungemütlich, die kleine Fähre wurde von grossen Wellen hinauf und hinunter gejagt, draussen war es dunkel und regnete unaufhörlich. Wir wurden zum Glück abgeholt von unserem Air B & B- Vermieter. Er fuhr mit uns auch noch zu einen Laden und wir kauften so viel ein, dass wir sicher vier Tage nicht mehr weg müssten. Danach pflügte sich sein, zum Glück geländegängiges, Auto durch die Strassen und der letzte Kilometer bis zu unserem Häuschen war die Strasse eher ein Fluss. Es war, fanden wir später heraus, der letzte Moment um zum Häuschen zu gelangen. Noch heute, vier Tage später, ist der Weg nicht befahrbar. Das Wasser steht zu hoch.

Am Montag hörte es auf zu regnen. Zu unserem Häuschen kann man aber immer noch nur zu Fuss, dem Strand entlang.

Heute ist der erste wieder richtig schöne Tag und wir werden auch wieder zuversichtlicher. Die ersten Tage waren schon hart. Sogar im Meer war Unruhe. Schwarzspitzenriffhaie kamen an unserem Strand, also direkt bei unserem Häuschen, bis ins knietiefe Wasser. Und auch weiter vorne, in der traumhaften Lagune, die wir in zehn Minuten, dem Strand entlang erreichen, war nichts mehr traumhaft. Auch dort Haie bis fast am Ufer, zum Greifen nah, und Muränen schlängelten dem Strand entlang auf der Suche nach einem Abendbrot. Wir waren uns sicher, nie mehr in dieses Wasser zu gehen… Aber heute ist alles wieder friedlich und ruhig und das Schnorcheln in der Lagune entspannt.

K.